Trophäenschau und Volkskultur
Berichte

„Die Jaga holt'n zsomm“ so kann man es wiederum bestätigen, denn bereits am Eröffnungsabend der Pflichttrophäenschau - in Wettmannstätten war die Weststeirerhalle übervoll.

Für den Verantwortlichen, den Bezirksjägermeister OSR Hannes Krinner, war es natürlich eine helle Freude, die Jagdkameraden/Innen aus den 16 Hegeringen herzlich willkommen zu heißen.
Unter den Festgästen konnte er Bgm. Peter Neger, AltBgm. Ing. Helmut Kriegl, die Zweigstellenobleute OSR Georg Rainer aus Stainz, Alois Albrecher aus DL und Michael Ptrophenschau 01rimus aus Eibiswald, sowie alle Jagdfunktionäre und seinen Stellvertreter Hubert Niedereder begrüßen.

In Sachen Volkskultur unterhielten und begeisterten an diesem Abend:
Die Jagdhornbläsergruppe Schwanberg unter Hornmeister Heinz Koch,


der Volksschulchor Wettmannstätten unter Susannealt Neschmach und Dir. Maria Lind,

sowie die Chorgemeinschaft Groß St. Florian unter der Leitung von Martin Gollob und Obfrau Marianne Resch.

altHausherr Bgm. Neger bestätigte den Leistungsbeweis der Jäger durch diese hervorragende Trophäenschau. „1,5 % der Bevölkerung Osterreichs geht auf die Jagd, wobei Jäger/Innen an einem intakten Lebensraum interessiert sind und diese ihre Bereiche hegen und pflegen." Ein Jagdverbot - wie es mancherorts andiskutiert wird - würde zwar das Okosystem momentan nicht ändern, allerdings würde es eine andere Gestalt annehmen, denn eines ist für ihn klar: Das Management der Wildtiere wird durch den Jäger oder die Jagd vollzogen. Okologisch, ökonomisch und soziokulturell gesehen sei es wichtig, die Population nicht zu gefährden. Dafür brauche man bei der Gesellschaft viel Überzeugungskraft, wobei auch die Medien einzubinden wären. Ziel könne es nur sein, die biologische Vielfalt zu erhalten, natürliche Ressourcen zu optimieren und die Bevölkerung mit einem entsprechenden Weitblick für die Jagd auszustatten.

Der Lannacher Extrembergsteiger und Weidmann Robert Schauer bildete mit seinem Film „Der Jäger und sein Bock", der beim Int. Mountain Film-Festival 2016 gezeigt wurde, einen der Höhepunkte des Programmes der Trophäenschau. Robert Schauer bestieg unter anderem fünf Achttausender und war 1978 der erste Osterreicher auf dem Gipfel des Mount Everest, den er insgesamt drei Mal bestieg. Der Film handelt vom Traum seines Jägerlebens, einen kapitalen Steinbock zu erlegen. Die Berge und Täler im Albrisgebiet oberhalb von Pontresina darf der Jäger bejagen. Das Filmteam macht sich mit Domenic Jäger auf die Suche nach den majestätischen Tieren, die im kargen Gebirge mit bloßem Auge kaum wahrzunehmen sind, und pirscht sich mit ihm zwischen Felsen und Geröll an, auf der Jagd nach seinem Traum. Nach diesem prachtvollen Film konnte die „Sterzmusi" als Unterhaltungsmusik die ausgezeichnete Stimmung fortsetzen.

Am darauffolgenden Tag fand im Rahmen des Bezirksjägertages auch eine Hundepräsentation und Vorführung statt. Im Bezirk DL sind 269 Jagdhunde mit Stammbaum - davon 147 mit Prüfung - versehen, 92 Jagdhunde haben keinen Stammbaum, Überwiegend ist die Hunderasse „Kleiner Münsterländer" vor dem Bayrischen Gebirgsschweißhund und dem Rauhaar Dachshund (Dackel). Im Jagdbezirk werden 361 Jagdhunde verschiedener Rassen geführt. Näheres ist im Jahresbericht angeführt, den jeder Jäger in Farbe erhalten hat.

Fotos: Rumpf

AR