WEIDMANN REVIERPRAXIS Lebensräume schaffen!
Die klassischen Ackerbrachen und die Ökowertflächen sind stark zurückgegangen. Der Jäger kann durch geeignete Biotopverbesserungsmaßnahmen den drohenden Qualitätsverlust in den Niederwildlebensräumen zu stoppen versuchen. DI Paul Weiß
Der Biomasseboom der letzten beiden Jahre führte zu einer drastischen Reduktion der klassischen Ackerbrachen in Österreich. Dieser Trend wird sich in der heurigen Anbausaison noch deutlich verstärken. Darüber hinaus ist auch mit einer spürbaren Abnahme bei den sogenannten Ökowertflächen (K-Flächen, WF-Flächen und WS-Flächen) zu rechnen. Wir Jäger sind daher ab sofort dazu aufgerufen, durch ein Bündel von möglichen Biotopverbesserungsmaßnahmen der drohenden Verschlechterung unserer Niederwildlebensräume entgegenzuwirken. Ackerbrachen und Ökowertflächen sind stark reduziert worden – der fehlende Lebensraum muss ersetzt werden
Optimale Bewirtschaftung noch vorhandener Brachen
Streifeneinsaat in Altbrachen (in Absprachen mit Bewirtschaftern – Umsetzung durch die jeweilige Jagdgesellschaft) unbedingt empfehlenswert; durch diese Maßnahme werden aus stark vergrasten und zumeist wenig artenreichen Altbrachen wervolle Niederwildbiotope.
Anlage von Blühbrachen (Mindestbreite 5 m, Einsaatverpflichtung, Häckselverbot bis Mitte August); sie sind sowohl aus wildökologischen als auch aus betriebswirtschaftlichen Überlegungen sehr zu empfehlen.
Neu: Ab heuer besteht erstmals auch die Möglichkeit zur Anlage von WF-Flächen (= Ökowertflächen) mit Brachenzahlungsanspruchsflächen.
Kombination von Rohstoffbrachen (= NAWARO-Brachen) und Streifeneinsaatbrachen am selben Feldstück; dabei wird der Großteil des Feldstücks mit nachwachsenden Rohstoffen (z. B. Mais, Sonnenblumen etc.) bebaut und lediglich eine Teilfläche (zumeist Spitzflächen oder Flächenteile neben Windschutzgürteln) mit reichhaltigen Brachenmischungen eingesät.
Wichtig: Es besteht keine Verpflichtung zur Durchführung von Pflegemaßnahmen in der Zeit von Anfang Mai bis Mitte Juli in ordnungsgemäß eingesäten Brachen.
Zusätzliche Lebensräume schaffen
Getreiderandstreifen mit Kleeuntersaat: Dabei werden am Rand von Sommergetreidefeldern 3 m breite Streifen mit einer Mischung aus Getreide (50 kg pro ha) und Klee (Luzerne, Weißklee, Inkarnatklee; zusammen 20 kg pro ha) eingesät. Diese Randstreifen werden frühestens ab Mitte September abgeerntet und stehen daher in den Monaten Juli und August als wertvolle Deckungs- und Äsungsflächen zur Verfügung.
Anbau von Sojastreifen: Sojabohnen zählen zu den bevorzugten Äsungspflanzen des Feldhasen und bieten überdies auch nach der Getreideernte eine attraktive Deckung für das Niederwild. Die Streifenbreite liegt zwischen 3 und 12 m, die Mindestfläche umfass 0,1 ha.
Neu: Anlage von Nützlingsstreifen: Im neuen ÖPUL besteht erstmals die Möglichkeit zur Anlage von mindestens 3 m breiten Nützlingsstreifen, die naturgemäß auch für unser Niederwild ganzjährig nutzbare Deckungsflächen darstellen.
Daueräsungsmischung (Kleeuntersaat im Getreide)
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5 5 5 5
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kg Luzerne kg Alexandrinerklee kg Hornklee kg Weißklee |
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| 20 |
kg Aussaatmenge |
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Einjährige Wildäsungsmischung
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1 0,5 10 5 15 40 6
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kg Sommerfutterraps kg Sonnenblume kg Ackerbohne kg Futtererbse kg Saatwicke kg Sojabohne kg Futterkohl
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| 77,5 |
kg Aussaatmenge pro ha |
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Daueräsungsmischung für trockene Lagen
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8 6 5 4 2 1 1
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kg Luzerne kg Esparsette kg Hornklee kg Weißklee kg Knaulgras kg Wiesenrispe kg Rotschwingel
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| 27 |
kg Aussaatmenge pro ha |
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Winterharte Wildäsungsmischung Mit abfrostenden Komponenten
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2 3 1 4 2 15 15 1 8 12 1
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kg Weißklee kg Luzerne kg Inkarnatklee kg Esparsette kg Timothe kg Sommerweizen kg Hafer kg Sonnenblume kg Ackerbohne kg Sojabohne kg Perko PVH |
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| 64 |
kg Aussaatmenge pro ha |
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Daueräsungsmischung für höhere Lagen
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4,6 4,6 1,0 3,1 4,6 2,1 7,2 4,6 8,2
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kg Weißklee kg Hornklee kg Knaulgras kg Timothe kg Wiesenschwingel kg Kammgras kg Rotschwingel kg Rotes Straußgras kg Wiesenrispe |
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40 kg Aussaatmenge pro ha für Lagen über 1.000 m Seehöhe
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26 kg Aussaatmenge pro ha für Lagen bis 1.000 m Seehöhe
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Daueräsungsmischung für feuchte Lagen
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8 8 4 3 2 1 1
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kg Rotklee kg Weißklee kg Schwedenklee kg Sumpfschotenklee kg Knaulgras kg Wiesenschwingel kg Engl. Raygras |
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| 27 |
kg Aussaatmenge pro ha |
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3 5 6 6 3 3 2 2 2 0,5
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kg Weißklee kg Rotklee kg Inkarnatklee kg Luzerne kg Buchweizen kg Soja kg Futterkohl kg Phacelia kg Ringelblume kg Sonnenblume |
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| 32,5 |
kg Aussaatmenge pro ha |
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Blühmischung mit Graskomponente
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2 4 5 5 3 3 6 2 2 2 1 0,5
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kg Weißklee kg Rotklee kg Inkarnatklee kg Luzerne kg Buchweizen kg Soja kg Rotschwingel kg Futterkohl kg Phacelia kg Ringelblume kg Malve kg sonnenblume |
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| 35,5 |
kg Aussaatmenge pro ha |
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